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GIP - GREEN INNOVATION PARK

DIE VISION FÜR EINEN INNOVATIVEN GEWERBPARK MIT LEUCHTTURMCHARAKTER

Ort: Sulz am Neckar/ Vöhringen Auftraggeber: Green Innovation Park GmbH & Co.KG Entwurf: LABOR WELTENBAU ARCHITEKTUR Elmar Gauggel Fläche insgesamt: 14 ha Netto-Bauland: 101,000 qm BGF: 154.875 qm GRZ: 0,54

DER STÄDTEBAU Auf der Innovationsachse zwischen Zürich und Stuttgart an der A81 entsteht, auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei zwischen Sulz am Neckar und Vöhringen, ein hochmoderner und zukunftsweisender Industriepark. Die Anlage ist homogen und nachhaltig in die landschaftliche Umgebung eingebettet. Umringt von großräumig angelegten Grünanlagen, Wasserflächen und einer beruhigten Verkehrsführung bietet die Anlage eine hochwertige und hoch effiziente Arbeitsatmosphäre im ländlichen Kontext.

Die städtebauliche Organisation der Anlage beruht auf dem Prinzip des Campus. In der Mitte gibt es eine breite Mittelachse, die aus zwei Strassen und einem parkartigen Grünstreifen besteht. Links und Rechts dieser Achse entwickeln sich die Gewerbeund Verwaltungsgebäude kammartig nach außen. Den Mittelpunkt des Campus definiert das Infrastrukturgebäude. Dessen Architektur und Formgebung bilden das ikonografische Erkennungsmerkmal und die Identität des Green Innovation Parks. Das „Cube“-Hotel mit seinen begrünten Fassaden und Terrassen bildet im Nord-Osten den Auftakt zum innovativen Campusgelände.

Um den modernsten Arbeitsplatz- Entwicklungs- und Produktionsstandards gerecht zu werden, verzahnen sich die unterschiedlichen Arbeitswelten von Verwaltung und Gewerbe sehr eng miteinander. Zwischen 4- 5 stockige Verwaltungsgebäuden entwickeln sich je nach Bedarf 10-12m hohe Industriehallen, die zur Mittelachse der Anlage hin großflächige verglast werden. Die Fassaden dieser „gläsernen Manufakturen“ und die Entrees der Verwaltungsgebäude säumen beidseitig die grüne Verkehrsachse. Durch den räumlichen Versatz der Gebäudekanten entsteht ein sehr spannender jedoch eindeutig definierter Straßenraum.

DIE ARCHITEKTUR Die Verwaltungsgebäude sind als Dreispänner mit einem multifunktionalen Innenbereich angelegt. Links und rechts befinden sich 6m tiefe Büros und im Mittelteil befinden sich Funktionen für die allgemeine Nutzung wie z.B. offene Atrien, Treppenanlagen, Aufzüge, Wartebereiche, Besprechungsräume, Cafetheken, WCAnlagen, Lagerräume. Dieser Mittelbereich ist eine offene und flexible Struktur die sich geschossweise verändern kann. Die Büros können gebäude-, geschoss- und abschnittsweise vermarktet werden. Die Gebäude werden entlang der Mittelachse auf dem Campus gestellt und wachsen je nach Bedarf nach Außen bis hin zur Ringstrasse. Die vorgeschlagene Kammstruktur schafft eine wirtschaftliche Wegeführung und eine nachträgliche Verdichtungsmöglichkeit.

Nach dem selben Prinzip entwickeln sich auch die zukünftigen Industriehallen. Ihre Fassade Richtung Mittelachse ist gegenüber der Baulinie der Bürogebäude etwas zurückgesetzt und sind homogen über einen Grünstreifen und durch Parkbuchten an die zentrale Zufahrtstrasse angebunden.

Für die angestrebte autarke Energieversorgung des Campus werden die Dächer der Gebäude zur großflächigen Installation von Solaranlagen genutzt. Die restlichen Dachflächen werden begrünt, um möglichst viele ökologische Ausgleichsflächen für Pflanzen und Tiere zu schaffen.

Bodentief verglaste Büros sollen den maximalen Blick in die Landschaft ermöglichen. Geschlossene Fassadenelemente, vorgestellte Holzlammellen und Rücksprünge in den Fassadenabwicklungen lockern das monotone Erscheinungsbild der Bürogebäude auf. Materialien wie Holzverkleidungen, Industrieparkett, Glas, Sichtbeton und ein aufs Wesentliche reduzierter Industriestil prägen die geradlinige und funktionale Architektur im Campus. Diese natürlichen Materialien gepaart mit angelegtem und natürlichem Grün schafft einen sympathischen aber unverwechselbaren Charakter in dem man sich schnell wohl fühlt, um sich ohne Umschweife auf die Wichtigen Dinge konzentrieren zu können. Gerade diese geradlinige und minimalistische Architektur bietet ein Maximum an Flexibilität und Erweiterbarkeit. Um im Vertrieb hoch effiziente und maximal anpassbare Flächen anbieten zu können ist diese Architektursprache in allen relevanten Belangen konkurrenzlos die optimale Lösung.

Dieses im Zentrum platzierte Gebäude ist das Herz der Anlage. Es ist in seiner Funktion und der architektonischen Formgebung die bauliche Identifikation des Campus. Es hat die erforderliche überregionale Signalwirkung und sorgt für eine unverwechselbare Wiedererkennung in der Vermarktung. Expressiv steht das Infrastrukturgebäude auf einem leicht erhöhten Plateau im Mittelpunkt der Anlage, in Ihm manifestiert sich die Campusidee - ein zentrales Parkhaus, ein Supermarkt, ein Restaurant, ein Café, ein Fitnesstudio mit Spa, ein Kongresszentrum, Arztpraxen, die Büros der Standortverwaltung und des Facilitymanagement, , die Energiezentrale, usw. Das Multifunktionsgebäude ergänzt das Funktions- und Raumangebot der einzelnen Gewerbe und Verwaltungsgebäude. Denn hier können Flächen für Tagungen angemietet werden, hier parkt ein Großteil der Mitarbeiter und Kunden, hier trifft man sich zur Mittagspause oder zur Afterhour, hier wird eingekauft und gegessen, hier macht man sich fit oder erholt sich kurz vom Arbeitsalltag. Über die breite, als Park angelegte, Mittelachse gelangen alle Mitarbeiter aus dem Campus auf kurzem Weg zu diesem zentral gelegenen Multifunktionsgebäude.

DAS ZENTRUM Der Verkehr auf dem Campus wird in PKW und LKW-Verkehr aufgeteilt. Auf der Ringstrasse rund um das Gelände soll vorrangig der Transport- und Lieferverkehr stattfinden. Denn die Industriehallen und Gewerbeflächen sind rückseitig an diesen Ring angebunden. Dagegen findet der Kunden- und Mitarbeiterverkehr hauptsächlich über die zentrale Zufahrtsstrasse auf der Mittelachse statt. Diese Strasse taucht unter dem Infrastrukturgebäude durch, wo sich auch die Einfahrt ins Parkhaus befinden wird.

Durch die Entzerrung und Beruhigung der Verkehrsführung entsteht im Zentrum des Campus eine einmalige und außergewöhnliche Aufenthaltsqualität. Auf der verkehrsberuhigten Mittelachse mit ihren Wasserflächen und angelegten Grünflächen, dem raumgreifenden Architektur des Infrastrukturgebäudes haben weder Besucher noch Mitarbeiter das Gefühl sich in einem „klassischen“ Gewerbegebiet, sondern eher in einer innerstädtischen Parkanlage zu befinden. Man kann täglich den Mittagstisch oder den Feierabend unter dem großräumig überdachten Plateau des Infrastrukturgebäudes genießen. Mit einem erhabenen und zentralen Blick kann man hier die gesamte Anlage überschauen und in Ruhe seinen Kaffee trinken, während der Verkehr unter einem verschwindet.

Hier im Herzen der Anlage findet das Get-Together, die firmenübergreifende Kommunikation statt, hier wird Identität und Zugehörigkeit gelebt, dass schafft die gewünschten Synergien und Mehrwerte, weg von der Monokultur eines umzäunten Firmengeländes hin zu einem offenen multiplen Austausch von dem, alle hier ansässigen, Firmen schnell profitieren werden.